Schaulaufen für die engere Wahl

4. Oktober 2021
Kommentar von Florian Sedmak

Bald werden die allgegenwärtigen Wahlplakate und -transpartente (heuer sehr populär: die Dreieckständer-Variante auf Bauzaun) verschwunden sein, und niemand wird ihnen nachtrauern. Einige sind schon abgebaut, dafür sind in den letzten Tagen kurz vor der Bürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag noch neue Sujets dazugekommen.
Während Albert Sprung plakativ erst in diesen letzten Tagen nachrüstet und mit einer weiteren Aussendung an die Haushalte geht, hat die ÖVP für ihren Kandidaten nach einer zuvor gefühlt auf Sparflamme gekochten Wahlkampagne noch einmal ordentlich in die Tasche gegriffen.
Ein knallgelbes Sujet präsentiert den aktuellen Vize- als den „besseren Bürgermeister“, der sich auf einem anderen Plakat als Bürgermeister „für Alle“ empfiehlt. Wobei die Buchstaben, die „Alles“ formen suggestiv in rot, grün, schwarz und blau gehalten sind – nur für das Magenta der NEOS und das Gelb der Liste Vorchdorf war kein Platz mehr.
Als Follow-up-Wahlgeschenk zur praktischen Grill- oder Gurkerlzange aus Holz – die einen auch zur Feststellung verleiten könnte, dass sich damit keine heißen Eisen anpacken lassen – sind nun folierte Würste im Umlauf, die zwar nicht unbedingt als klimapolitisches Statement taugen, aber glaubhaft versichern, dass Hans Mitterlehner „Vorchdorf nicht ‚wurscht‘ ist.“ Eine sinnfällige Gabe sind ist die Wurst allemal, hat sie doch im Gegensatz zur Wahlauseinandersetzung nicht nur ein Ende. Sondern zwei.

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