Vorchdorf wird Klinik-Standort

Viele haben sich schon gefragt, was da zwischen B.A.M.wohnen und einer der Siedlungsstraßen in Bergern entsteht. INVO.report hat nachgefragt und kann nun darüber berichten, dass es etwas für vierbeinige Familienmitglieder sein wird.

Bereits vor vier Jahren haben Herr und Frau Dr. Sontas diese damals schon als Baugrund gewidmete Fläche erworben. Charlotte Sontas meint: „Am hinteren Ende des Grundstücks besteht ein Wegerecht, das auch im Grundbuch verzeichnet ist, aber wir sind so froh, überhaupt in Vorchdorf eine Fläche gefunden zu haben.“ Jetzt, mitten im 4. Lockdown, brummt die Baustelle, und bereits im Jänner will das Tierarztpaar eine neue Tierklinik mit etwa 300 m² an diesem Standort eröffnen. Aktuell steht den drei Ärzt*innen eine Fläche von 80 m² zur Verfügung. Mehr Platz wird in diesem Fall auch heißen, dass das Team erweitert wird. In Zukunft sollen es fünf Ärzt*innen sein, die sich um das Wohl von Hunden, Katzen und allen anderen vierbeinigen Famlienmitgliedern sorgen.

Die Aussicht ist trotz schlechten Wetters ganz gut von der kleinen Terrasse gleich neben dem Büro im ersten Stock.

Einer der Gründe, warum es jetzt noch eine Tierambulanz ist und später eine Tierklinik wird, ist ein skurriler, wie es die österreichische Gesetzgebung öfter zustande bringt. Am aktuellen Standort gibt es nur eine Toilette und keine zusätzliche für Angestellte. Im neuen Gebäude ensteht hingegen ein eigener Teamraum mit Bad, Küche und Aufenthaltsraum. Außerdem wird es zukünftig auch einen eigenen Hundesalon geben. Die Nachfrage ist laut Frau Dr. Sontas immer größer, und in Vorchdorf gibt es noch kein derartiges Angebot.

Die Tierambulanz Vorchdorf ist jetzt schon über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Nicht zuletzt dafür, dass sie als einzige private Ordination als Hundesamenbank fungiert. Im neuen Gebäude ist für diesen Reproduktionsbereich ein eigener Raum vorgesehen. Sogar Angehörige der Vierbeiner können hier im Notfall übernachten. Außerdem ist hier viel mehr Platz für die stationäre Aufnahme von Tieren. Ein eigener OP mit Glaswand gehört natürlich auch zur höchst professionellen Ausstattung.

Der OP geht hinten ums Eck und ist durch eine große Glasscheibe vom Rest der Ordination getrennt.

Für die Containerbauweise hat sich die Familie Sontas aus Kostengründen entschieden. Für alle anderen Varianten wäre ein zusätzliches Budget von zwei Dritteln der Gesamtkosten notwendig gewesen. „Außerdem ist es gut, weil es jetzt unglaublich schnell geht“, so Frau Sontas im Gespräch. Die Containerbauweise hat noch den zusätzlichen Vorteil, dass auch die Innenwände abwaschbar sind. Optisch wird final nicht mehr viel zu spüren sein von dieser Modulvariante. Über die Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten kann Frau Dr. Sontas noch nichts berichten. Die sei Sache des Vermieters.

2 Gedanken zu „Vorchdorf wird Klinik-Standort

  1. Susi Windischbauer Beitragsautor

    Falls es außer mich noch jemanden interessiert, gibt’s hier noch eine Zusatzinfo: Die Parkplätze sind mit Rasengittersteinen geplant und dazwischen kommt eine Fahrbahn aus recyceltem Asphalt.

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    1. kapl

      Liebe INVO.report*er*Innen, seit dem 11.Nov. ist ja nicht mehr alles ganz ernst zu nehmen, aber köstlich finde ich schon euren Bericht über das Neueste aus Vorchdorf – die Tierklinik – eine willkommene private Initiative. Schon bin ich unsicher, wenn dort drei Ärzt*innen praktizieren, ob dann ein Arzt oder ein Ärzt dazukommen kann? (aber das ist schon ein alter Hut).
      Skurril aber eure Erklärung über den Werdegang von einer Tierambulanz zur Tierklinik: Wie bitte? Nur eine Toilette und keine zusätzl. für Angestellte, womöglich auch nicht für Patient*Inn*en? Ein NoGo! Daher aber bald die Lösung(?), ein eigener Teamraum (so what) mit Bad, Küche und Aufenthaltsraum – was für ein skurrilerer Zusammenhang!
      Noch interessanter ist der Reproduktionsbereich – „ein eigener Raum, wo ’sogar‘ Angehörige und Vierbeiner übernachten können“!!!!? Typisch altösterreichisch, auch Josef II. war Gast bei seiner Schwester Marie Antoinette, um den lahmen Ludwig XVI wieder auf die Beine zu bringen, der Zeugung hat damals der halbe Hofstaat beigewohnt. Damals gehörten zur „höchst professionellen Ausstattung“ die riesengroßen Spiegel, ob da heutzutage ein „OP mit Glaswand“ den höchsten Ansprüchen genügt?
      Nun noch ein Wort zur Containerbauweise mit dem zusätzl. Vorteil, „dass auch Innenwände abwaschbar sind“ – reine Ingenieurskunst – außen machts einfach der Regen.
      „Final“ noch zur Antwort von Susi: Ja, MIR INTERESSIERT es auch (oder doch lieber „mich“…)
      (Anmerkung der Redaktion: Wir waren auch für „mich“ und haben „mir“ final durch „mich“ ersetzt.)

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