26. August 2025
Mitte Juli kamen rund 50 Interessierte zur Verhandlung des Genehmigungsverfahrens für den Schotterabbau im Feldhamer INKOBA-Gewerbegebiet. In sehr konstruktiven Gesprächen konnten die Besucher konkrete Fragen zum weiteren Ablauf stellen und auch eigene Anliegen einbringen. Kirchhams Bürgermeister Ingo Dörflinger, Obmann der INKOBA, vermittelte glaubhaft seinen Willen, die Anrainer einbinden und akzeptable Lösungen für alle Beteiligten herbeiführen zu wollen. Was hat sich seither getan?
Gemeinderat Matthias Traunbauer, zugleich auch Vorchdorfs Vertreter im INKOBA-Vorstand, und Bürgermeister Johann Mitterlehner stimmten sich letzte Woche neuerlich mit Obmann Dörflinger und Geschäftsführer Gaigg ab. Auch wenn der behördliche Bescheid für den Schotterabbau nach wie vor auf sich warten lässt, so will man doch zwischenzeitlich andere Themen weiter vorantreiben.

©2021 GEM2GO der RIS GmbH basemap.at/Google Maps/vorchdorf.at
Sowohl INKOBA als auch die Gemeinde sind um offene Gespräche bemüht. Demnach hat Dörflinger in diesen Tagen einen weiteren Gesprächstermin mit Anrainern geplant, in dem er besonders auf die Hauptkritik und die in der Gewerbeverhandlung vorgebrachten Punkte eingehen möchte. So soll z. B. der Erdwall zur Haidholzsiedlung zunächst nur am Rande der Abbauzonen verlaufen. Mit dem fortschreitenden Schotterabbau wird der Wall dann nochmals verlegt. Erklärtes Ziel ist es, den Erdhügel möglichst nur für kurze Zeiträume im Nahbereich der Anrainer zu errichten. Zudem wird der Schutzwall nach Beendigung des Schotterabbaus wieder rückgebaut.
Die jetzige Schotterstraße von der Haidholzsiedlung in das Gewerbegebiet soll als Geh- und Radweg weiterhin erhalten bleiben. Man möchte allerdings die Befahrbarkeit durch PKW oder gar LKW vermeiden, damit es zu keinen unnötigen Belastungen für das Siedlungsgebiet kommt. Dazu ist, unter Berücksichtigung der Niveauunterschiede vor Ort, eine angepasste Wegeführung angedacht.
Im bereits bestehenden Gewerbegebiet sollen von Meyer Logistik abfahrende LKW mit neuen Schildern nach links geleitet werden (s. Plan), um die Wickstraße und damit viele Anrainer zu entlasten – vor allem, da diese Fahrten oftmals bereits frühmorgens starten. Auch wenn es sich dabei um die ohnehin geplante Verkehrsführung handelt, so wird diese von LKW-Chauffeuren leider oftmals ignoriert. Sollte auch diese Maßnahme keine spürbaren Verbesserungen bringen, wird es zu einer Neubewertung kommen müssen.
Besonders erfreulich stellen sich die umfangreichen Bemühungen für eine Begrünung dar: Das Land hat bereits zugesagt, noch im Herbst 2025 bis zu 20 Bäume entlang des Gewerbegebiets an der Landesstraße nach Bad Wimsbach anzupflanzen! Zudem gibt es erste Ideen für eine Begrünung entlang der Wickstraße. Für eine rasche Umsetzung sollen nun zeitnah die notwendigen Gespräche seitens der Gemeindespitze geführt werden, zumal der INKOBA-Verband einer Kostenübernahme bereits zugestimmt hat. Die Gemeinde selbst möchte wiederum im Innenbereich des bestehenden Gewerbegebiets kleinere Bäume pflanzen – allerdings stehen im laufenden Budget keine Mittel mehr zur Verfügung. Trotzdem möchte sich Matthias Traunbauer dafür einzusetzen, in einem ersten Schritt noch heuer zu starten, um das Projekt dann im nächsten Jahr abzuschließen.
Der INVO.report wird diese Vorhaben weiter verfolgen und hofft, dass es nun zu einer möglichst raschen Umsetzung dieser im Sinne der Ökologie erfreulichen Maßnahmen kommen wird.


Wie schon unlängst in meinem Kommentar zum Thema „Schottererabbau INKOBA“ erwähnt, möchte ich INKOBA-Obmann Ingo Dörflinger ein großes Lob aussprechen. Seine Türen stehen stets offen und so konnten wir auf meinen Wunsch hin rasch ein konstruktives, persönliches Gespräch zu den vielen Themen bei INKOBA führen.
Offensichtlich wird daraufhin bereits die lange geforderte Ausfahrtsbeschilderung von Meyer-Logistik in Richtung Autobahn umgesetzt, die zu einer deutlichen Entlastung des LKW-Verkehrs für die Anrainer führen wird – endlich, muss man sagen, denn der einstimmige Beschluss im Bau- & Straßenausschuss aus dem März 2024 wartet nämlich bereits seit über 18 Monaten (!) auf die Umsetzung. Anscheinend brauchte es nun eine „Intervention“ unseres Nachbarbürgermeisters.