14. September 2025
Unter dem Titel „Sonntags-Matinee“ werden in der Kulturvilla seit einigen Monaten unterschiedliche Veranstaltungen wie Lesungen, Diskussionsrunden oder eben Konzerte geboten. Heute war es am Vorchdorfer Ensemble „Hörtis & Friends“, dem zahlreich erschienenen Publikum den Sonntagvormittag mit einem breiten musikalischen Mix zu verkürzen – dabei gab es nur ein Problem!
Wer die Kulturvilla und ihre Räumlichkeiten kennt, der weiß, dass es sich dabei um keinen wirklichen Konzertsaal handelt. Trotzdem, gut 50 Interessierte finden in den beiden Räumen Platz – doch mit dem Andrang heute wurde es wirklich eng!
Vor 4 Jahren stellten wir Stefan Hörtenhuber als anerkannten Wissenschafter an der Wiener Universität für Bodenkultur vor. Seine Begeisterung für Musik gab er seinen Söhnen Leonhard (15, Klavier) und Josef (16, Schlagzeug) weiter. Vor zwei Jahren hat sich daraus dann „Hörtis & Friends“ entwickelt. Die „Freunde“ Christoph Gstettner (17, Trompete, Gitarre, Gesang) und Josef Seyr (Saxofon) ergänzen das Ensemble. Josefs Tochter Vera Huemer (Gesang) wurde wegen ihres Auslandsstudiums heute von Hanna Martetschläger hervorragend vertreten.
Geboten wurde ein breiter Mix, von leicht verträglichem Jazz über funkige Stücke bis hin zu Pop und Rock. Bandleader Stefan reicht es dabei aber nicht, den Namen der Stücke anzukündigen, sondern er beweist mit Hintergrundgeschichten rund um die jeweiligen Komponisten und Interpreten zusätzliches Wissen. Selbst auf den besonderen Takt verweist er, um das Publikum zu warnen, dass das Mitklatschen durchaus herausfordernd sein kann – zum Beispiel bei Dave Brubecks „Unsquare Dance“ im 7/4-Takt, das Ältere im Publikum noch von der ORF-Sendung „Panoptikum“ aus den 80er-Jahren kennen.
Im Repertoire findet sich für jeden etwas: Jazziges wie „St. Thomas“ von Sunny Rowlins, das rockigere „House of the Rising Sun“ von CCR, John Fogartys „Rocking All Over the World“, später durch Status Quo bekannt geworden, Pop von Sting mit seinem „Englishman in New York“, bis zum funkigen Herbie Hancock oder Deep Purples Hymne „Smoke on the Water“. Selbst als Stefan am Bass die Noten bei „Song for my Father“ fehlen, wird die spürbare Spielfreude der Combo davon in keinster Weise beeinflusst.
Die Beatles bilden mit „Hey Jude“ den krönenden Abschluss eines wunderbaren Konzerts des Vorchdorfer Ensembles. Die zweieinhalb Stunden, mit kurzer Pause, vergehen wie im Fluge. Nach zwei Zugaben wird ein begeistertes Publikum an den Mittagstisch entlassen.
Mehr zu kommenden Veranstaltungen in der Kulturvilla findet sich auf der Website. Wer sich für den dazugehörigen Newsletter anmelden will, kann das am besten vor Ort machen.
„Hörtis & Friends“ – hoffentlich bald wieder in der Kulturvilla. Übrigens, Stefan Hörtenhuber ist mit dem Bandnamen noch nicht ganz glücklich, lässt er das Publikum wissen und lädt dazu ein, passende Vorschläge zu machen. Ideen dazu leiten wir gerne weiter.
Weitere Impressionen auch noch auf Willi Hitzenbergers Website.

