Neuer Leiter der Bauabteilung in Vorchdorf: Lukas Klein im Gespräch

16. November 2025

Seit April 2025 verstärkt Lukas Klein das Team der Marktgemeinde Vorchdorf – ab Dezember übernimmt er offiziell die Leitung der Bauabteilung. Im Interview mit INVO.report spricht der gebürtige Ampflwanger über seinen beruflichen Werdegang, seine Ziele und die Herausforderungen der Digitalisierung im Bauwesen.

Vom Sachverständigen zum Bauamtsleiter
INVO.report inteviewt Bauamtsleiter Lukas Klein

Bauamtsleiter Lukas Klein

Lukas Klein ist 33 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in Vorchdorf und bringt umfassende Erfahrungen aus dem technischen Bereich mit. Nach der HTL für Maschinenbau studierte Lukas Klein Kunststofftechnik und sammelte anschließend neun Jahre lang umfangreiche Berufserfahrung als Sachverständiger bei der Brandverhütungsstelle Oberösterreich. Dort begleitete er Bau- und Gewerbeverfahren, analysierte Brandursachen und arbeitete eng mit Behörden zusammen.

„Ich kenne viele Gemeinden und gesetzliche Grundlagen – das hat mir den Einstieg in die Verwaltung erleichtert“, erklärt Klein. Die Entscheidung für Vorchdorf fiel nicht nur aus beruflichen Gründen: „Meine Frau ist Vorchdorferin, und mit zwei kleinen Kindern wollte ich nicht mehr ständig in ganz Oberösterreich unterwegs sein.“

Ein sanfter Übergang mit Luft nach oben

Die Übergabe der Bauamtsleitung erfolgt zum 1. Dezember 2025. Bereits seit April ist Klein in der Gemeinde tätig – eine längere Einarbeitungsphase wäre aus seiner Sicht wünschenswert gewesen. „Die Aufgaben sind vielfältig und oft durch Bürgeranliegen geprägt. Man muss gesetzlich korrekt entscheiden – positiv oder negativ.“ Sein Motto: „Keiner kann alles wissen, aber man muss wissen, wen man fragen kann.“ Die Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen beschreibt er als lösungsorientiert und kompetent.

Digitalisierung als Langzeitprojekt

Ein zentrales Anliegen ist für Klein die Digitalisierung der Bauprozesse. „Das Bauwesen ist traditionell sehr zettellastig. Derzeit werden Einreichungen von Bauwerber:innen digital vorbereitet, dann aber analog eingereicht und müssen anschließend von der Bauabteilung wieder digitalisiert werden – ein unnötiger Arbeitsaufwand. Zwar existieren Pilotprojekte zur komplett digitalen Einreichung, doch eine flächendeckende Umsetzung ist nur mit einheitlichen Standards möglich. „Das müsste zumindest landesweit einheitlich geregelt werden – realistisch möglich in fünf bis zehn Jahren.“ Bescheide und neuere Pläne sind amtsseitig bereits größtenteils digitalisiert und auf einem Cloudspeicher der GemDat abgelegt. Dennoch bleibt das Archiv in Vorchdorf ein zentraler Ort für ältere Unterlagen.

Offenes Büro, klare Kommunikation

Klein legt großen Wert auf Bürgernähe und gute Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung. „Mein Büro steht jederzeit offen“, betont er. Die Bauabteilung ist in viele Bürgeranliegen involviert – von Bauvorhaben über Kanal und Wasser bis hin zu Straßenbauprojekten wie kürzlich bei der Sanierung der Straße nach Einsiedling. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen funktioniert gut. Besonders viel wird naturgemäß mit der Amtsleitung und der Finanzverwaltung kommuniziert. Bauamtsleiter Klein: „Oberstes Ziel ist ein funktionierendes Gesamtkonzept.“

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