Konstruktive Politik: Sprung und Traunbauer schlagen eine Schneise

9. Januar 2026

Funken geflogen sind in der politischen Auseinandersetzung spätestens seit den letzten Wahlen zum Gemeinderat häufiger, auch nicht immer sachlich und am schärfsten zwischen der Liste Vorchdorf (LV) und der ÖVP. Heute ergab ein Vieraugen-Gespräch zwischen den Obmännern beider Gruppierungen die Absicht, die Konfrontationen der Vergangenheit in konstruktive Bahnen zurückzuleiten. 

Sprung Traunbauer

Durchs Reden – manchmal auch durchs Schreiben – kommen d’Leit zusammen.

Das „Gipfeltreffen“ (ohne „Sherpas“) von Matthias Traunbauer (ÖVP) und Albert Sprung (LV) ging tatsächlich auf eine Premiere zurück: Erstmals haben sich die Spitzen zweier Ortsparteien direkt auf der Kommentarseite zu einem Artikel des INVO.report aufeinander bezogen – anlässlich des Interviews mit Traunbauer nach seiner Wahl zum Vizebürgermeister. Bevor sich daraus eine langwierige „Battle“ entwickelte, haben sich die beiden Ortspolitiker umgehend bereit gefunden, der redaktionellen Anregung zu folgen, das persönliche Gespräch zu suchen und so eine Schneise in den Dschungel vergangener Konflikte zu schlagen.

„Blick in die Gegenwart und Zukunft richten“

Die Ergebnisse des Treffens am heutigen Morgen liegen dem INVO.report seitens der Beteiligten bereits vor. Danach besteht die klare Absicht, die Zusammenarbeit bis hin zu den nächsten Wahlen auf eine konstruktiuve Basis zu stellen. Die Formulierungen dazu lauten unter anderem: „Termin auf Augenhöhe und mit Verständnis des jeweils anderen“; „Einigkeit darüber …, den politischen Austausch künftig klar auf einer sachlichen und respektvollen Ebene zu führen“ bzw. darüber, dass sich „Kommunikation und auch das zur Verfügung stellen von Unterlagen und die Information allgemein in der Vergangenheit verbessert hat“; Zudem wurde „die Bedeutung eines fairen Wahlkampfes betont. Ein solcher ist keine Schwäche, sondern Ausdruck politischer Reife.“

Der Erfolg der Absichtserklärungen von Traunbauer und Sprung ist nach bisherigen Beobachtungen des Geschehens auf der politischen Bühne allerdings nicht zuletzt davon abhängig, ob auch die übrigen Akteurinnen und Akteure beider Gruppierungen den heute gefundenen Konsens mittragen. Dass diese spezielle Gesprächsebene bei Bedarf erneut aktiviert werden kann, kann auch deshalb als gutes Zeichen gewertet werden.

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