4. März 2026
Bei der gestrigen Sondersitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig die Auftragsvergabe für das Ausweichquartier, wo ab kommendem Schuljahr und bis zum Abschluss der Bauarbeiten ein Teil des Unterrichts stattfinden soll. Zuvor kam noch einmal die verbale Vereinnahmung des Projekts Bildungscampus durch die ÖVP auf den Tisch.
Es ging bei der Ausschreibung um rund 2,7 Millionen Euro Auftragswert für die Errichtung der Container, die im Pfarrgarten stehen werden. Als Bestbieter ermittelte im Auftrag der Gemeinde die Planarium GmbH die Firma Swietelsky, die als Generalunternehmerin für alle Gewerke tätig wird. Der Beschluss des Gemeinderats dafür fiel einstimmig.
Die Bedenken, die beim Grundsatzbeschluss für diese Auftragsvergabe beim Gemeinderat im Januar laut geworden waren, stellte Vizebürgermeister Alexander Schuster (FPÖ) jetzt ausdrücklich zurück: Es gebe nach der Zustimmung zum Kostendämpfungsverfahren seitens des Landes ausreichend Sicherheit für die vorgesehene Kostenübernahme beim Gesamtprojekt. Er empfahl daher einen einstimmigen Beschluss.
Traunbauer: „Wording nicht glücklich gewählt“
Mit einer offiziellen Stellungnahme zu Postings der ÖVP über den Bildungscampus bemühte sich Parteiobmann Matthias Traunbauer um Besänftigung der Aufregung, die bei den übrigen Fraktionen entstanden war, weil bei einem Pressetermin mit Landesrätin Christine Haberlander nur ÖVP-Mitglieder geladen und der Bildungscampus als „unser wichtigstes Projekt“ bezeichnet worden waren.
Es sei „definitiv nie unsere Absicht gewesen“, den Bildungscampus als alleiniges Projekt und als Erfolg der ÖVP darzustellen; das sei inhaltlich auch nicht so dargestellt worden. Traunbauer gestand aber ein, dass mit der Formulierung ein „unglückliches Wording“ gewählt wurde und äußerte Verständnis für die Gegendarstellung der anderen Fraktionen dazu. Abschließend betonte er, es sei „unser“ Bildungscampus, nämlich der aller Fraktionen.
Albert Sprung (LV) wiederholte dennoch noch einmal das Unverständnis gegenüber der Veröffentlichung der ÖVP und bezeichnete den jetzt anstehenden Beschluss als ersten wirklichen Meilenstein für das Projekt. Für die Grünen betonte Reinhard Ammer den Gesichtspunkt der Gemeinsamkeit, die für das weitere Vorgehen entscheidend sei.
