E-Mobilität: Mit regionalem Strom 12-mal um die Erde

27. April 2026

Angesichts von Ölkrise und steigenden Energiepreisen trumpft die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Traunsteinregion auf: In der Kooperation von Vorchdorf und Kirchham wird nämlich Strom dort erzeugt, wo er gebraucht wird, und zu stabilen Preisen innerhalb der Region weitergegeben – und zwar in beachtlichen Mengen.

Elektrisch „tanken“ beim Parken: Ladestationen auch in Vorchdorf (Foto: distelAPPArath/Pixabay)

Alleine in Vorchdorf wurden 2025 rund 85.000 kWh geladen, knapp die Hälfte davon kam direkt aus der Energiegemeinschaft. Diese Energiemenge würde rechnerisch für rund zwölf Erdumrundungen mit dem E-Auto ausreichen! Beide Gemeinden betreiben Ladeinfrastruktur, an der Strom zu transparenten Tarifen abgegeben wird: 29 Cent pro kWh an AC-Ladestationen und 39 Cent pro kWh beim Schnellladen. Das sind im landesweiten Vergleich durchaus günstige Preise.

Möglich gemacht hat diese Projekte die enge Zusammenarbeit auf regionaler Ebene. Planung und Umsetzung der E-Ladestationen in Vorchdorf etwa erfolgten gemeinsam durch die Gemeinde Vorchdorf , vor allem den Umweltausschuss, die KEM Traunstein und den Verein Zukunft Vorchdorf.

„Wir sehen hier ganz konkret, wie regionale Zusammenarbeit wirkt: Strom aus der eigenen Region sorgt für mehr Unabhängigkeit und stabile Preise. Gleichzeitig entsteht mit der Ladeinfrastruktur ein Angebot, das im Alltag sofort nutzbar ist. Genau solche Lösungen braucht es, um die Energiewende vor Ort greifbar zu machen.“, sagt Ing. Christian Hummelbrunnervon der KEM Traunsteinregion.

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