Bildungscampus: „Höchste Summe, die je in Vorchdorf beschlossen worden ist“

13. Mai 2026

Nach der Übergangslösung „Containerschule“ ist nun auch der Hauptteil des Mammutvorhabens „Bildungscampus“ finanziell unter Dach und Fach. Der Gemeinderat beschloss gestern den Finanzierungsplan dafür einschließlich der Landesmusikschule. Die Gesamtkosten betragen 28,6 Millionen Euro. 

Der Weg für den Neubau des Schulkomplexes unter dem Titel „Bildungscampus“ ist seit gestern definitv auf dem Weg. Alle Teile, neben dem Finanzierungsplan auch die Aufträge an die Architekten und die Projektsteuerung, außerdem ein Zusatz zur Containerausstattung und eine Leistungsübersicht über Haus- und Elektroausstattung wurden parteiübergreifend einstimmig beschlossen. Diskussionen kamen zu keinem der Unterpunkte mehr auf, auch keine Kritik an den aufgetretenen Verzögerungen in der Vergangenheit.

Umfangreiches Zahlenwerk

Die Beschlüsse sind Voraussetzung dafür, dass nun tatsächlich gebaut werden kann. Damit der Zeitplan mit dem Schulbetrieb nicht in Konflikt gerät, wurde der Gemeinderat unverzüglich nach Vorliegen der verbindlichen Zusagen des Landeszuschusses zu dieser außerordentlichen Sitzung zusammengetrommelt.

Die Gesamtkosten für das Projekt von 28,6 Millionen Euro sind zum größten Teil förderbar. Die Fördermittel sollen 17,4 Millionen Euro betragen. 4,6 Millionen Euro muss die Gemeinde aus Eigenmitteln beisteuern; der größte Teil davon kommt aus Rücklagen. Außerdem sind Zwischenfinanzierungen zur Deckung der Kosten erforderlich, die dazu führen, dass das Projekt noch bis zum Jahr 2037 in den Büchern auftauchen wird. 1,5 Prozent der Bausumme, also rund 430.000 Euro müssen für kulturelle Zwecke verwendet werden. Darin könnte auch der Erhalt des Schulfreskos von Erwin Lang enthalten sein.

Der Finanzierungsplan bedeutet die höchste Summe, die der Vorchdorfer Gemeinderat je beschlossen hat, sagte Bürgermeister Johann Mitterlehner. Die Beauftragung der Container für das Ausweichquartier war bereits früher beschlossen worden. Die Container, so teilt Vorchdorf Online mit, sollen bereits am 8. Juni angeliefert werden und bis 17. Juli bezugsfertig sein, sodass die Übersiedlung der Volksschule beginnen und der Unterricht mit Schulbeginn nach den Sommerferien dort wieder aufgenommen werden kann.

Weitere Beschlüsse betreffen den Vertrag der Architekturleistungen mit der ARGE Steinkellner & Partner/GP Architekten ZT GmbH über Planung, Oberleitung und örtliche Bauaufsicht. Auf der Projektliste der Büros stehen unter anderem das Gemeindeamt in Ottnang und das Ärztezentrum in Perg bzw. die Volksschule Stainach und das BORG Oberndorf. Die bereits umfangreich mit dem Bildungscampus beschäftigte Planarium GmbH bekam nun auch die weitere Projektsteuerung – Organisation, Termin- und Kostenmangement sowie Berichtswesen – übertragen. Schließlich wurde noch eine Zusatzausstattung für die Container beschlossen, die mithilfe von Photovoltaik die Kosten für die Klimaanlage senken soll.

 

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