10. Juni 2026
Die „kleine Landesgartenschau“ im Jahr 2031 findet auch auf Flächen rund um die Kitzmantelfabrik statt. Was mit den beträchtlichen Mitteln dafür umgesetzt werden soll, diskutierten Interessierte jetzt im Rahmen der Bürgerbeteiligung.
Die Mauer zwischen Parkplatz und Kulturvilla soll anders werden. Ein Café! Auf keinen Fall eine große Bühne auf die Wiese! – An konkreten, aber auch grundsätzlichen Ideen fehlte es nicht, als sich eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Interessierter in der Kitzmantelfabrik zum ersten Workshop der Bürgerbeteiligung zur Gartenzeit 2031 zusammenfand. Zwei weitere werden folgen und sich unter anderem mit den Flächen bei den Teichwiesen beschäftigen.
Um Kultur und Feiern soll es schwerpunktmäßig auf den Grundstücken rund um die Fabrik gehen, die der Gemeinde gehören. Das sind im Wesentlichen die derzeit nicht gestalteten Wiesen zwischen der Kulturvilla an der Bahnhofstraße und der Laudach. Was immer hier geschieht – eine wesentlicher Wunsch schon bei der vorangegenagenen Auftaktveranstaltung zog sich auch diesmal durch: Nachhaltigkeit. Die Maßnahmen sollen also langfristig die Lebensqualität erhöhen.
Was bei der Einreichung für die Gartenzeit skizziert wurde, ist „nicht in Stein gemeißelt“, betonte Gerhard Radner zu Beginn – abgesehen vor allem von den Flächen, um die es geht. Und für diese deckten sich die in Arbeitsgruppen entwickelten Vorstellungen in großen Teilen.
Offene Konzepte für offene Flächen
Zum Beispiel Zugänglichkeit: Wo jetzt ein Tor und ein Zaun sowie eine sterile hohe Mauer die Wiese bei der Kulturvilla einfrieden, soll das Ganze einladender gestaltet werden. Im Testbetrieb könnten schon jetzt Bänke und ein offenes Café zum Verweilen einladen. Überhaupt soll nicht alles, was für die Gartenzeit errichtet bzw. verändert wird, unbedingt unveränderbar sein. Aber jedenfalls: Es wird Schatten, am ehesten wohl durch Bäume brauchen, denn ein Aufenthalt in praller Sonne wird wohl zukünftig immer weniger erträglich sein.
Die im Raum stehende Idee einer großen Bühne für Veranstaltungen im Freien fand wenig Gegenliebe. Intensiv genutzt, würde sie zu Beschwerden der Nachbarschaft führen, wenig genutzt aber sinnlos einen erheblichen Teil der Fläche belegen. Die dafür vorgesehenen Mittel, so ein mehrfach eingebrachter Vorschlag, wären besser dafür vorgesehen, die Innenhofbühne – z. B. durch eine Beschattung – attraktiver zu gestalten.
Diese und andere Impulse gehörten durchdiskutiert, mit weiteren Ideensammlungen verfeinert und etwa durch einen Wettbewerb von Landschaftsarchitekten in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht – mit der Nutzung der Kitzmantelfabrik als Veranstaltungsort und insbesondere Hochzeitslocation, mit dem Spazierweg längs der Laudach usw.
Weitere Beteiligungsmöglichkeiten für Interessierte
- Um die Teichwiesen geht es bereits nächste Woche beim zweiten Workshop am Montag, 15.6.26 um 19 Uhr in der Kulturvilla.
- Online können alle Interessierten Ideen auf der Fragebogenseite der Gartenzeit einbringen: fragebogen.gartenzeit2031.at

Danke, Michael, für den Bericht und deine Beteiligung. Viele Ideen werden derzeit gesammelt, evaluiert und anschließend in die nächsten Briefings einfließen.
Zum Thema Parkbühne: Diese Idee wurde bereits vor einiger Zeit von den Kulturvereinen eingebracht und von uns in das Bewerbungskonzept aufgenommen. Die Botschaft einiger Teilnehmer von gestern ist angekommen, dankeschön für den offenen Austausch. Trotzdem sollten wir die Gartenschau auch als Chance für nachhaltige Impulse oder Entwicklungsschritte im Kulturbereich nutzen. Wahrscheinlich können wir noch nicht ganz erfassen, welche Möglichkeiten sich uns in der Außengestaltung rund um Villa und KMF tatsächlich bieten – und dazu zählt für uns auch eine „Parkbühne“. Wir sollten zudem nicht vergessen, dass wir im Wettbewerb mit anderen Kulturzentren der Umgebung stehen, die Gartenschau könnte uns hier einen Vorteil verschaffen.
Vielleicht liegt die Lösung im goldenen Mittelweg: eine temporäre Bühne vor der Kitzmantelfabrik im Grünen für die Dauer der Gartenschau und modular für weitere Formate (von Pop up bis größer). Im Innenhof wird es 2031 wahrscheinlich etwas eng, und der Kunststoffrasen wirkt für ein solches Format möglicherweise nicht ganz passend.
Wie auch immer – die konkreten Maßnahmen sind derzeit noch nicht in Stein gemeißelt – im Budget ist sie auf jeden Fall vorgesehen – die Bühne. Wie sich der Kuchen dafür verteilt, wird noch einiges an Abstimmung brauchen.
LG
Gerhard