„Es muss erhalten bleiben! Und ich lass mich da anbinden mit einer Kette.“

24. Juni 2026

Die Rettung des Schul-Freskos im Zuge des Schulneubaus ist eigentlich beschlossene Sache. Befürchtungen, dass diese noble Idee doch noch scheitert, schwirren aber immer wieder durch den Raum. Ein Filmbeitrag des nichtkommerziellen Senders Dorf TV greift das Anliegen noch einmal grundlegend auf. 

In der knapp halbstündigen Sendung kommen neben den Spitzen des Kulturausschusses, Bettina Hutterer und Gerhard Radner, auch Geschichtsautor Bruno Schernhammer, Architekt Raimund Dickinger und Galerist und ehemaliger Hauptschullehrer Erich Spitzbart zu Wort. Von letzterem stammt das titelgebende Zitat, er lasse sich anketten, um eine Zersörung des kunsthistorisch und zeitgeschichtlich bedeutenden Werks zu verhindern – allerdings sei er diesbezüglich zuversichtlich. Entschlossen geben sich auch Hutterer und Radner.

In dem Film werden die tatsächlich außergewöhnlichen Umstände der Entstehung des Freskos und des Malers Erwin Lang noch einmal anschaulich beleuchtet, außerdem die auffallende Gestaltung, die sich fast schon raffiniert dem propagandistischen Interesse der nationalsozialistischen Auftraggeber entzieht. – Eine gute Gelegenheit für alle, die in geraffter Form noch einmal (oder erstmals) in die Thematik eintauchen wollen.

2 Kommentare zu „„Es muss erhalten bleiben! Und ich lass mich da anbinden mit einer Kette.“

  1. Michael Praschma Beitragsautor

    EIN WEITERER KOMMENTAR
    … zu diesem Artikel steht unter irrtümlich (aber unverrückbar) unter dem Artikel zur Kinderkonferenz vom 19. Juni.

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  2. Johann Ennser

    Liebe INVO-ReporterInnen!
    Danke für Eure kritische und um Objektivität bemühte Arbeit.
    Als gebürtiger Vorchdorfer verfolge ich eure Beiträge mit großem Interesse. So hat sich mein Bezug zur Gemeinde, in der noch der Rest meiner Familie und viele Freunde leben, wieder neu belebt.
    Für mich stechen 2 Themen aus letzter Zeit besonders hervor. Einerseits diese unsägliche Waffenübung, die sogar rechtlich auf beeindruckend negative Weise abgehandelt wurde, und andererseits das Schulfresko, dessen Rettung eine kulturhistorische Notwendigkeit für mich darstellt. Wenn schon viele Vorchdorfer, sogar Politiker die Bedeutung dieses Freskos nicht erkennen, die nächsten Generationen werden stolz auf die Retter sein können, da es sich um ein in Österreich einmaliges Werk mit zeitgeschichtlichem Hintergrund handelt.
    Also danke nochmals und bleibt objektiv!!
    Liebe Grüße von Johann Ennser

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