3. August 2026
Es gibt auch in Vorchdorf Fälle von Vandalismus, Fahrerflucht oder Graffity-Sprayerei. Videoüberwachung könnte zumindest an ausgesuchten Stellen dagegen helfen. Pro- und Contra-Argumente liegen weitgehend auf dem Tisch. Eine örtliche Umfrage dazu kommt jetzt von Vorchdorfonline.
Das Medium des Werberings hat heute dazu aufgerufen, zwischen zwei Alternativen zu voten: Soll man sich mit dem Thema Videoüberwachung an ausgewählten öffentlichen Orten beschäftigen, oder brauchen wir das in Vorchdorf nicht? Die Umfrage setzt einen Zugang zu Facebook voraus und ist nicht anonym.
Sicherheit versus Persönlichkeitsschutz

Aufnahme der Kamera vom Gemeindeamt aus (Screenshot 3.8.26, 10.55 Uhr)
Eine Webcam gibt es in Vorchdorf bereits. Sie zeigt einen großen Teil des Schlossplatzes – allerdings so, dass Personen und auch Nummerntafeln nicht zu erkennen sind. Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte sind von diesen Aufnahmen also nicht berührt.
Anders ist es bei Überwachungskameras, bei denen genau das der Zweck ist. Hier verlangt das Datenschutzrecht unter anderem eine automatische Löschung nach spätestens 72 Stunden, es sei denn, eine Aufnahme wird z. B. zur Aufklärung einer Straftat benötigt. Ausgewertet dürfen die Aufnahmen auch nur zu solchen Zwecken werden, und die überwachten Bereiche müssen deutlich gekennzeichnet werden. Einige weitere Bestimmungen listet der Vorchdorfonline-Beitrag auf.
Einen vorbeugenden Effekt der Videoüberwachung gibt es also ausschließlich im Aufnahmebereich der Kamera – anders als beim mobilen Blitzer im Straßenverkehr, der ja seine erzieherische Wirkung gerade dadurch erzielt, dass man meist nicht weiß, wo er steht. Aber für Bereiche, die man besonders schützen will, entsteht durch die Videoüberwachung zweifellos ein Schutz.
Das häufig gegen den Datenschutz verwendete Argument „Ich habe ja nichts zu verbergen“ trifft hingegen nicht uneingeschränkt zu. Privatsphäre – zum Beispiel mit welchen Personen ich zusammen gesehen werde oder wo ich mich wann aufhalte – ist auch im öffentlichen Raum schützenswert. Ein Eingriff durch eine Foto- oder Videoaufnahme ist stärker und nachhaltiger als einfach nur für andere Passanten kurz sichtbar zu sein.
Wenige Stunden nach Start der Umfrage haben sich rund vier Fünftel der Teilneher:innen für eine Beschäftigung mit der Videoüberwachung ausgesprochen.

Ich bin gegen einen Staat, der, wie in George Orwells 1984 Roman erwähnt, rundum überwachen wil… Aber: Von meiner Seite aus ist das eh kein so ein Problem. Es macht nur denen Angst, die schon etwas Dreck am Stecken haben.
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Aber wenn sonst nichts mehr hilft, bin ich nicht gegen ein Video-Überwachungssystem, das im Gegensatz zu den bis heute aufs Hirn greifenden niedrige Auflösung zeig, und dann auch meistens noch schwarz-weiß, z. B. diese oder die andere Bank, wie sie bis heute im Einsatz sind, sind ein Witz, da sieht man vielleicht einen verschwommenen Typen mit Bart oder ohne Bart… Kurz gesagt: ich wäre in solchen Örtlichkeiten für eine Videoüberwachung.
Und: wir sind keine „Voter“, sondern (potenzielle) Wähler: Entweder wir sprechen deutsch oder gleich komplett englisch. Und seit 2021 bin ich sowieso ein non-voter.