Blackout: Wenn die Lichter ausgehen, dann auch in Vorchdorf

12. September 2022

Mit einer Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch macht der Oö. Zivilschutz auf einen Zwischenfall aufmerksam, der mit hoher Sicherheit kommen wird – bloß wann, das ist nicht zu sagen. Was auch sicher ist: Wer sich in Eigenverantwortung vorbereitet, hat im Ernstfall ein paar Probleme weniger.

Ein Blackout ist deutlich schwerwiegender als etwa die Stromausfälle, mit denen meist nur einzelne Ortschaften oder Straßenzüge nach einem Unwetter konfrontiert sind, wenn ein Baum umstürzt und die Freileitung mitnimmt. Nach ein paar Stunden haben die Techniker des Netzbetreibers den Schaden meist – zumindest provisorisch – behoben. Auch beim Ausfall einer Hochspannungsleitung, z. B. durch Eisdruck, ist ein Ende der Probleme weitgehend absehbar. Der echte Blackout ist ein anderes Kaliber.

Am Strom hängt weit mehr als die Tiefkühltruhe

Von einem Blackout spricht man, wenn der Strom überregional und länger als 1–2 Tage ausfällt. Aufgrund der Verbindung der europäischen Stromnetze kann unter Umständen auch nicht genauer gesagt werden, wann die Stromversorgung wieder funktioniert.

Der Unterschied zum „kleinen“ Stromausfall wird sofort deutlich, wenn man sich bewusst macht, dass man sich eben nicht wie sonst mal eben im Ort oder beim übernächsten Nachbarn versorgen kann, z. B. weil die eigene Wasserpumpe nicht mehr läuft. Denn da geht nach kurzer Zeit plötzlich sehr vieles nicht mehr: Von der Tankstelle über das Internet und den Mobilfunk bis hin zur (auch örtlichen!) Trinkwassserversorgung, Einkaufsmärkten und Gewerbe. Eine detailliertere Darstellung der Problematik findet sich z. B. auf einer Webseite der Netz Öberösterreich, hier gibt es auch Tipps zur Vorsorge.

Ein Video des „Standard“ illustriert mögliche Eskalationsstufen eines Blackouts in Österreich recht anschaulich:

Nach einem Beinahe-Blackout Anfang 2021 wurden im Herbst vergangenen Jahres Pläne für den Ernstfall auch für Österreich ins Auge gefasst. Dass allerding der Staat – bis hinunter auf Gemeindeebene – in naher Zukunft in der Lage ist, ein gewisses oder auch größeres Chaos ganz zu verhindern, darauf sollte sich niemand verlassen und schon gar nicht die eigene Vorsorge auf die lange Bank schieben, betonen Experten einhellig.

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