Archiv der Kategorie: Ortsentwicklung

Moschee-Neubau: Gerüchteküche ohne Nährwert

8. Juni 2021

Der stattliche Rohbau schräg hinter dem neuen Billa/Bipa an der Neuen Landstraße – die Baustelle der Vorchdorfer Moschee – wirkte zuletzt mitunter ausgestorben. Baustopp wegen zu großer Höhe? INVO.report ist entsprechenden Gerüchten nachgegangen.

Moschee-Neubau Vorchdorf

Markant, aber errichtet wie bewilligt: Die neue Vorchdorfer Moschee gut vier Monate vor Eröffnung (Foto: INVO.report)

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Was macht Vorchdorf zum Markt voller Leben?

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„Vorchdorf hat vieles richtig gemacht“

22. Mai 2021

Mario Hayder von den Regioplan Ingenieuren Salzburg ist der neue Ortsplaner für Vorchdorf – und sorgt unter anderem für die Umsetzung und Einhaltung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes. Der INVO.report hat mit ihm über sein Bild von Vorchdorf und seine Prioritäten gesprochen. Weiterlesen

Tot oder lebendig: Der Ortskern

18. Mai 2021

Der Architekt, Kulturmanager und Politiker Roland Gruber aus Kärnten beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Wiederbelebung ausgestorbener Ortskerne. Dazu braucht es einen starken Willen, engagierte Beteiligte – und viel Geduld. Weiterlesen

Zweispurige Sackgasse

16. Mai 2021

Im Doppelpassspiel sorgen die Marktgemeinde Vorchdorf und Stern & Hafferl mit dem Bau stattlicher Ersatz- und Parallelstraßen für die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen. Dass dabei wieder Boden versiegelt und die Verkehrssicherheit von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen beeinträchtigt wird, scheint keine Rolle zu spielen. Weiterlesen

Fischböckau: Regionalmarkt kommt als „Vitalbox“

5. Mai 2021

In einigen Wochen hat der Leerstand im Fischböckauer Regionalmarkt ein Ende: Der Ohlsdorfer Gemüsebauer Michael Kirchgatterer nimmt ihn unter dem Namen „Mikis Vitalbox“ in Betrieb – mit regionalem Angebot, aber ohne persönlichen Verkauf. Weiterlesen

„Unser Dorf soll hässlich werden.“

3. Mai 2021

Mit legendären Sendungen über den lieblosen Umgang mit der Landschaft sowie der Bau- und Kulturgeschichte hat der bayerische Filmer und Autor Dieter Wieland ab den 1970er Jahren ein Fernsehwerk geschaffen, das auch hier in Vorchdorf und heute in der Klimakrise nichts an Aktualität eingebüßt hat – im Gegenteil. Weiterlesen

Leistbares Wohnen: Einiges scheint unklar

29. April 2021

Wie viel es in Vorchdorf kostet, das Grundbedürfnis „Wohnen“ zu befriedigen, ist ein soziales Thema. Doch auch die Attraktivität der Gemeinde für junge Familien, qualifizierte Arbeitskräfte usw. steht auf dem Spiel. Im Umgang damit ist die Gemeindepolitik nicht immer ganz nachvollziehbar.

Wohnen soll in Vorchdorf laut einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom 9. Februar – siehe Bericht – günstiger werden. Im Antrag von Gemeinderat Albert Sprung heißt es allerdings, seit 12 Jahren habe es kein gemeinnütziges Wohnbauprojekt mehr in Vorchdorf gegeben.

Vor dieser Zeit führten die beiden einzigen gemeinnützigen Wohnbauträger Styria und Lawog in Vorchdorf eine Reihe von Projekten durch. Vor rund 10 Jahren entwickelten sich allerdings Differenzen zwischen der Gemeinde – damals bereits unter Gunter Schimpl als Bürgermeister – und diesen Gesellschaften. So scheiterte ein geplantes Bauprojekt der Styria in der Fischböckau an architektonischen Wünschen, die laut Styria mit den Richtlinien für gemeinnützigen Wohnbau aus Kostengründen nicht in Einklang zu bringen gewesen wären. Der von der Styria erworbene Grund wurde daraufhin verkauft.

Auch andere Wünsche der Gemeinde hätten nach Informationen, die dem INVO.report vorliegen, soziale Wohnbauprojekte scheitern lassen. So hätte statt der Gemeinde die Styria selbst das unternehmerische Risiko tragen sollen, falls Räume für einen Nahversorger und die Kinderbetreuung in der Fischböckau nicht vermietet werden können – obwohl die Gemeinde diese Räume ausdrücklich errichtet haben wollte. Aus ähnlichen Gründen gibt es auch seitens der Lawog keine Neubauten mehr in Vorchdorf.

Fake News im Gemeinderat?

Wohnbaupolitik ist eine durchaus komplexe Materie. Das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 9. Februar 2021 (Download) umfasst zum genannten Punkt über sechs Seiten. Die Äußerungen selbst von Mitgliedern des zuständigen Ausschusses treffen dabei vereinzelt nicht ins Schwarze. Es gibt zwar keine Anhaltspunkte dafür, dass bewusst Fake News gestreut werden; doch einzelne Wortmeldungen lassen es ratsam erscheinen, inhaltlich nachzuhaken.

Die Styria hat aufgehört, Sozialwohnungen im Mietverhältnis zu bauen, weil es zu lange dauert, bis sie abbezahlt sind“, lautete etwa eine Wortmeldung. Wissen muss man aber, dass die Styria satzungsgemäß verpflichtet ist, gesunde und zweckmäßige Wohnungen im Sinne des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes zur Verfügung zu stellen, und zwar dezidiert zu angemessenen Preisen. Dafür bekommt das Unternehmen entsprechende Wohnbaumittel von der Landesregierung, die entsprechend der Fördermittelzuteilung eingesetzt werden.

Eine andere Aussage zur Wohnungsvergabe lautete, dass das letzte Wort bei der Wohnungsvergabe der Hauseigentümer habe. Auch das ist nicht pauschal richtig, denn bei allen etwa von der Styria errichteten Mietwohnbauten haben die jeweiligen Gemeinden das alleinige Zuweisungsrecht.

Ob und konkret wie der Grundsatzbeschluss leistbares Wohnen nun spürbar fördern wird, bleibt abzuwarten. Das hängt von Umsetzungsbeschlüssen ab, die erst formuliert werden müssen.