Abbau: Schottergrube Steinwändleiten?

10. Juni 2021

Der Rohstoffhunger der Bauindustrie ist ungestillt, und die Baumaterialnachfrage geht gerade gemeinsam mit den Preisen durch die Decke. Grund genug für einen Rohstoffanbieter wie Asamer, sich laufend nach neuen Quellen umzuschauen. So offenbar auch oberhalb der Steinwändleiten an der Alm, wie es ein Gerücht wissen will, das mit der Bitte um Aufklärung an den INVO.report herangetragen wurde. Eine diesbezügliche Anfrage an das Unternehmen selbst blieb unbeantwortet, ein Telefonat mit seiner technischen Leitung ohne Ergebnis: Dazu dürfe man nichts sagen.

Durchaus verständlich, denn nichts kann ein Unternehmen weniger brauchen, als Anrainer*innen, die sich womöglich sofort gegen ein Schotterabbauprojekt mit all seinen Begleiterscheinungen von Lärm, Staub und Schwerverkehr bis zur Beeinträchtigung des Landschaftsbildes stemmen – und vielleicht gar eine Bürger*innen-Initiative dagegen starten.

Probegebohrt

Eine über mehrere Stationen gehende Nachfrage bei den Behörden, die schließlich bei der für Bergbau zuständigen Bezirkshauptmannschaft Gmunden endete, bestätigte schließlich, dass die Firma Asamer ordnungsgemäß angezeigt habe, auf den Feldern oberhalb der Steinwändleiten – die wegen eines Wildwechsels Schutzgebiet sind – Probebohrungen zu planen. Allerdings wusste man am Amt nicht, ob die Bohrungen schon durchgeführt worden seien – im Gegensatz zu FPÖ-Gemeinderätin Monika Kronegger. Sie lebt unterhalb der Steinwändleiten und bezeugte im Gespräch mit dem INVO.report, dass bereits gebohrt worden war. Dabei äußerte die geologisch offenkundig versierte Mandatarin ihre Sorge, dass die von Hummelbrunn in die Fischböckau hinunterführende Straße absolut nicht für dauerhaften LKW-Verkehr gemacht sei, der schlimmstenfalls zu einem Hangrutsch führen könnte.

Kaufangebot ja, Vorvertrag nein

Dass Asamer Interesse an einem Schotterabbauprojekt in Hummelbrunn haben dürfte, legt auch der Umstand nahe, dass es – wie aus einer der beiden Familien bestätigt wurde, denen die in Frage kommenden Flächen gehören – ein Kaufangebot gegeben hat. Nichts dran ist hingegen an dem Teil des Gerüchtes, dass es zwischen Asamer und der Marktgemeinde Vorchdorf bereits einen Vorvertrag gebe: Das nämlich dementierte Amtsleiter Matthäus Radner auf Anfrage.

 

 

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