Macht der INVO.report etwas ganz falsch?

26. Juli 2021

In eigener Sache: Wir sind uns unsicher, ob das die Spitze eines Eisbergs ist oder Ausdruck des Unbehagens einiger Weniger. Und manchmal ist auch unklar, ob wir gemeint sind. Zum Beispiel mit „BadNews über Vorchdorf“, die man am besten gar nicht liest. Oder dem „ständigen schlecht Reden von Gemeinde und deren Bediensteten“. Ein kritischer Rückblick und eine Frage an die Leser*innen.

Kurze Bilanz: Seit dem Start-Editorial hat der INVO.report an die 80 Artikel veröffentlicht und ebenso viele, ganz überwiegend zustimmende bzw. erläuternde Kommentare dazu erhalten. Jeweils rund ein Drittel aller Artikel haben etwas (überwiegend) Positives berichtet, eine neutrale Information enthalten oder aber einen Missstand aufgezeigt bzw. Vorgänge kritisch beleuchtet. Im letzteren Fall haben wir sorgfältig vermieden, Menschen persönlich anzugreifen.

Zugriffsstatistik seit Bestehen von INVO.report

Sollte also der Vorwurf lauten, der INVO.report mache die Gemeinde bloß schlecht, ließe sich das objektiv widerlegen. Und dass wir etwas Falsches behauptet hätten, wurde bisher von niemandem behauptet, geschweige denn nachgewiesen. Was also ist es, das hier und da offenbar ungut aufstößt?

Hier ein paar haltlose Verdächtigungen

  • Seit dem Ende der Salzkammergut Zeitung 2005 hat es zu Vorchdorf und besonders zur Gemeindepolitik aus dem Ort selbst praktisch keine mediale Kritik mehr gegeben, abgesehen von einzelnen Kampagnen, die meist von Parteien kamen. Die „Normalität“ kritischer Berichterstattung ist aus dem Blick geraten.
  • Diese Entwicklung hat nebenbei dazu geführt, dass zumindest teilweise Vertreter*innen der Gemeindepolitik sich daran gewöhnt haben, Dinge hinter verschlossenen Türen zu planen, während früher eine aktive Informationspolitik gegenüber der Öffentlichkeit schon im Vorfeld viel mehr die Regel war.
  • Zugleich hat sich – nicht nur in Vorchdorf – öffentlich geäußerte Kritik auf dem Feld von Facebook und Co derart mit Polemik und giftigen Attacken vermischt, dass gerade Personen in öffentlichen Funktionen auch sachlich vorgetragene Kritik reflexhaft als „Shitstorm“ missverstehen.
  • Insgesamt besteht ein verbreiteter Eindruck, dass das Miteinander in Vorchdorf stärker als früher unter Stress steht, sobald es darum geht, neue Projekte zu realisieren, Veränderungen herbeizuführen, ganz allgemein „Politik“ zu machen – was nichts anderes ist als die laufende Regelung des Gemeinwesens.

Und – sollen wir jetzt Süßholz raspeln?

Es gibt klare Fälle von Missverständnissen. Zum Beispiel wenn sich eine Person von einem Artikel angegriffen fühlt, der etwas bemängelt, wofür dieser Mensch nicht verantwortlich ist. Und es gibt Fälle, in denen – Achtung, feiner Unterschied! – das Verhalten verantwortlicher Personen in der Kritik steht, nicht aber diese Person als Mensch. Und dann macht es auch etwas aus, ob jemand einen (für die Allgemeinheit bedeutsamen) Fehler begeht und ihn eingesteht oder ob die Sache unter den Teppich gekehrt, zurechtgebogen, verharmlost usw. wird. Wer einen Fehler korrigiert oder versucht, ihn wieder gutzumachen, darf Nachsicht erwarten. Im anderen Fall wird der Ton etwas schärfer werden.

Vorchdorf ist zu groß, um jede Auseinandersetzung von Angesicht zu Angesicht zu führen. Und zu klein, um aufeinander loszugehen, als wenn es keine nächste Begegnung gäbe. Die Redaktion des INVO.reports will aber wie schon erwähnt Beiträge dazu leisten, dass alle Interessierten im Ort über öffentliche Angelegenheiten Bescheid wissen und sich eine Meinung bilden können. Zugleich wollen wir ein Forum bieten, auf dem konstruktive Auseinandersetzungen stattfinden. Respektvoll, aber in aller Offenheit. Auch im Sinne unserer Bestandsaufnahme nach dem ersten Monat INVO.report. Jedenfalls nicht mit Süßholz-Raspelei.

Und jetzt die Frage in die Runde

Es kann durchaus sein, dass es eine Lücke zwischen unserem hehren Anspruch an uns selbst und unseren Artikeln bisher gibt. Da sind wir sehr interessiert zu hören, wo, wie und in welchem Ausmaß wir etwas falsch machen; wie es besser ginge; aber natürlich auch, ob wir mit unserer 4-Punkte-Einschätzung richtig liegen. Und ob wir die richtigen Schwerpunkte „draufhaben“ und damit angemessen umgehen.

Meinungen und Rückmeldungen bitte per Kommentar zu diesem Artikel oder per E-Mail an postfach@invo.report (wenn es nicht veröffentlicht werden soll). Wir danken im Voraus.

 

3 Gedanken zu „Macht der INVO.report etwas ganz falsch?

  1. Mario Kramesberger

    Ich, Mario Kramesberger, bin am Ende. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich mal besucht oder mich telefonisch kontaktiert; habe diese Schreiberei schon sowas von satt… und dann könnt ihr den „harmlosen Shitstorm“ auf meinem privaten Handy selber lesen. Tut mir leid, dass ich mich verteidigt habe…
    Mario Kramesberger

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    1. Michael Praschma

      Dieser Kommentar bezieht sich inhaltlich auf einen anderen Artikel und auf Beiträge sowie Kommentare auf unserer und anderen Facebookseiten. Wir betonen an dieser Stelle noch einmal, dass wir Mario Kramesberger (Bademeister im Freibad) nicht angegriffen haben und jede Form von Shitstorm in diesem Zusammenhang ablehnen. Dem Wunsch nach einem persönlichen Kontakt kommen wir gerne demnächst nach. (Michael Praschma)

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      1. Mario Kramesberger

        Danke für die rasche Antwort; ich hoffe es…
        Bin ein Mensch, der leider alles jedem recht machen möchte, aber wenn ich öffentlich beschimpft werde, dann hört sich es auch bei mir auf.
        Freue mich auf deinen Anruf oder dein Treffen mit dir (Telefonnummer entfernt, die Red.), habe das ständige Schreiben satt… ✍

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